BKB Breitensporttag 2017 mit Fritz Nöpel, Lothar J. Ratschke und Fritz Oblinger

Auch in diesem Jahr fand am letzten Oktoberwochenende der BKB Breitensporttag bei der Karateabteilung des TSV Ober-/Unterhaunstadt statt. Die Trainer waren zu unserer Freude erneut die Meister Hanshi Fritz Nöpel, 10. DAN, Lothar J. Ratschke, 8. DAN und Fritz Oblinger, 8. DAN. Hanshi Fritz Nöpel lehrte seine Sichtweise auf das traditionelle Karate in mehreren Trainingseinheiten. Er legte dieses Mal besonders auf einfache, aber konsequente, Selbstverteidigungstechniken Wert. Diese wurden auch mit dem Partner geübt. Meister Lothar Ratschke behandelte die Katas Goju shi ho dai und Niju shi ho. Dabei ging es ihm um die biomechanisch und Bunkai strategisch korrekte Ausführung dieser Katas. Darüber hinaus wurden verschiedene Bunkaisequenzen mit dem Partner geübt. Meister Fritz Oblinger wiederum hielt für die Lehrgangsteilnehmer exotische, alte Katas als Herausforderung bereit. Dies waren die Katas Matsumura no passai und Meikyo tsuro. In den Trainingseinheiten konnten sich die Teilnehmer an die Abläufe der Katas und das dazu mögliche Bunkai annähern. Nach dem für Körper und Geist anstrengenden Lehrgang stellten sich Samstagabend neun Karatekas der DAN-Prüfung. Wir gratulieren an der Stelle den erfolgreichen Prüflingen und freuen uns über Tanja und Dominik als weitere DAN-Träger in unserem Dojo!

Eine ideale Kombi: Karate – Sonne – Meer – Berge

Eine Delegation aus neun Karatekas des TSV Ober-/Unterhaunstadt reiste nach Mallorca, um dort von 09. bis 14. Oktober 2017 ein intensives Trainingslager zu absolvieren. In täglich bis zu vier Trainingseinheiten vermittelten die Meister Lothar J. Ratschke (8. DAN) und Fritz Oblinger (8. DAN) ihr Können und Wissen. Das Taiso morgens um 07:30 Uhr am Strand (der frühe Vogel sieht den Sonnenaufgang 🙂 ) regte die Lebensgeister an, machte Freude auf den Tag und sorgte für den Hunger zum Frühstück. Unter der Sonne Mallorcas und bei ca. 25°C konnten beim Vormittagstraining am Strand Sprung- und Wurftechniken ideal geübt werden. Für alle Interessierten gab Meister Fritz Oblinger Mittags einen Einblick in den Bereich des Kyusho Jitsu (Nutzung der Meridianlaufbahnen und –punkte zur effektiven Verteidigung). Im individuell für die jeweiligen Gürtelstufen zugeschnittenen Training am Nachmittag wurden dann entsprechend die Katas (Schattenkampf) und das Bunkai (Anwendung mit dem Partner) dazu geübt. Am Ende der Woche legten einige Karatekas die Prüfung zum Schwarzgurt (1. bis 5. DAN) erfolgreich ab. Natürlich kam auch das Freizeitprogramm nicht zu kurz. So unternahmen einige Teilnehmer Fahrradausflüge, Wanderungen und Rollertouren oder genossen das sommerliche Badewetter am Strand. Spätestens am Abend traf man die Teilnehmer in gemütlicher Runde in den Bars von Can Picafort. Das Fazit der Teilnehmer fällt durchwegs positiv aus. Jeder konnte das eigene Karate verfeinern und auch Anregungen für das Training Zuhause gewinnen. Der Spaß kam dabei bestimmt nicht zu kurz.

Erfolgreiche Kyu-Prüfungen

In diesem Jahr haben sich am 25.09.2017 zehn Karatekas den Kyu-Prüfungen gestellt. Nach intensivem Üben, Erlernen von Abläufen und Details sowie Erarbeitung von Körperspannung und Schnellkraft konnten sie in Kihon, Kata und Bunkai ihr Können unter Beweis stellen. Am Ende gab es nur strahlende Gesichter der Prüflinge, Eltern, Trainer und Prüfer, da alle die Prüfung erfolgreich absolviert haben. Die Abteilung gratuliert auch auf diesem Wege nochmals herzlich. Bleibt weiterhin mit viel Freude und Engagement dabei!

BKB Kyusho Jitsu

Am 26. und 27. August 2017 fand bei der Karate Abteilung des TSV Ober-/Unterhaunstadt der BKB Kyusho  Jitsu Lehrgang statt. Dazu konnten wir die hochrangigen Trainer Zsolt Szenasi  (8.DAN), Fritz Oblinger (8.DAN) und Robert Göslbauer (6.DAN) begrüßen.
Die Teilnehmer wurden in verschiedene Gruppen, je nach Leistungs-/Wissensstand eingeteilt. Dadurch konnte individueller trainiert werden. So fand eine Einführung in das Kyusho Jitsu in einer Einheit bei Sensei Szenasi statt. Dabei ist es wichtig, anzumerken, dass Karate und Kyusho nicht getrennt werden dürfen, sondern dass Kyusho ein Teil des Karate ist. Als Beispiel erläuterte Sensei Szenasi u.a. die Anwendung des Heiwan-Uke aus der Heian Yondan, welche die Teilnehmer dann auch selbst üben konnten. In den Trainingseinheiten bei Sensei Oblinger und Sensei Göslbauer wurden ebenfalls Elemente aus Katas heraus gegriffen und in der Anwendung geübt. Der Fokus lag dabei vorrangig auf Hebeltechniken und Vitalpunkte. Schnell wurde klar, dass es nicht nur darum geht, kraftvolle Techniken ausführen zu können.  Vielmehr verdeutlichten die Trainer, dass das exakte Schlagen an den richtigen Stellen, ein flexibler Geist und Körper und ein sicherer, kontrollierte Stand zur Energiegewinnung aus dem Boden unverzichtbar sind.
Sensei Szenasi war es darüber hinaus ein Anliegen, zu vermitteln, dass das Karate „alltagstauglicher“ werden soll. Deshalb hat er u.a. die Richtungen „Smart Guard“ und „Smart Shito“ ins Leben gerufen, welche genau auf Alltagssituationen abzielen. Verdeutlicht hat er das am zweiten Lehrgangstag mit dem Messerkampf. Grundsätzlich war es dem Sensei wichtig, den Angriff mit dem Messer zu üben. Denn wie soll sich jemand gegen etwas verteidigen, das er nicht kennt? So reihten sich verschiedene Übungen im Umgang und in der Handhabe mit dem Messer aneinander. Es wurden aber auch mehrere Abwehrtechniken und –bewegungen geübt.
Die Teilnehmer nahmen auch dieses Mal wieder viele Denkanstöße und viel Inspiration mit nach Hause und wir bedanken uns für die zahlreiche Teilnahme.

Shihan Chen Hsin-Kuei (8. DAN) zu Gast bei der Karateabteilung des TSV Oberhaunstadt

Am 10. und 11. Juni 2017 war Shihan Chen Hsin-Kuei (8. DAN und technischer Direktor der IJKA) auf Einladung von SENBUKAI Deutschland zu Gast bei der Karateabteilung des TSV Oberhaunstadt. Die IJKA ist der vom ehemaligen Chief Instructor der JKA, Asai Tetsuhiko gegründete Verband, in dem dessen, hauptsächlich um Elemente des White Crane Kung Fu erweiterte, Shotokan Karate trainiert wird. Shihan Chen wurde von Kindesbeinen an von seinem Onkel Soshi Asai Tetsuhiko und seinem Vater Shihan Chen Hontsung sowohl im Karate als auch im White Crane Kung Fu trainiert und gehört auch im White Crane Kung Fu zu den höchst graduierten Lehrern in Taiwan.
Bereits am Freitagabend gab es ein Sondertraining, das ganz im Zeichen der Techniken des White Crane Kung Fu stand. Chen Shihan erläuterte und demonstrierte mit hoher Präzision die dynamischen Blocks und Schläge, die durch den Gründer der IJKA, Soshi Tetsuhiko Asai (10. DAN) in das Shotokan Karate übernommen wurden. Diese Synthese aus den langen und geradlinigen Techniken des Shotokan Karate und den runden, extrem dynamischen Blocks und Schlägen des White Crane Kung Fu definiert den technischen Rahmen des Asai Karate. Am Samstagmorgen begann der offizielle Lehrgang. Ausschließlich Schwarz- und Braungurte aus ganz Bayern, der Schweiz und Bulgarien hatten sich eingefunden, um unter der Leitung von Chen Shihan zu trainieren. Der Schwerpunkt der Trainingseinheit lag in der korrekten Ausführung von Faust- und Fußtechniken in alle Richtungen. Bereits nach 30 Minuten waren die Teilnehmer in Schweiß gebadet, konnten aber das Training mit viel Motivation durch Chen Shihan mit der Übung der Kata Junro Shodan beenden.
Samstagnachmittag wurden verschiedene Partnerformen geübt. Thema waren verschiedene Tai-Sabaki-Bewegungen, um dem Angriff auszuweichen und direkt in die Technik oder den Angreifer hineinzugehen. Abgeschlossen wurde die Technikfolge dann mit einem Wurf und dem anschließenden Tsuki gegen den am Boden liegenden Angreifer.
Sonntagmorgen wurden als Fortsetzung zum Samstagnachmittag Fallschule und anschließend die Katas Heian 1-5 und Tekki Shodan einschließlich der Anwendung mit dem Partner geübt. Dass trotzdem keinem der Teilnehmer langweilig wurde, lag daran, dass Chen Shihan auf viele Details hinwies, die für die meisten Teilnehmer bisher nicht sichtbar waren.
Neben dem hervorragenden technischen Training durch Chen Shihan war der Lehrgang auch eine Gelegenheit zum Treffen alter Freunde. So ließ es sich der durch seine Krankheit gezeichnete Chief Instructor der IJKA für Europa, Shihan Bruno Koller (8. DAN) nicht nehmen aus der Schweiz nach Ingolstadt zu reisen, um Shihan Chen zu treffen. Wir danken Shihan Chen Hsin-Kuei für diesen hervorragenden Lehrgang und freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen.
Bericht: Gerhard Schönfelder

Die Narren waren los!

Die Narren haben auch ihren Weg ins Training der Karateabteilung gefunden. Am Rosenmontag haben wir gemeinsam zu den typischen Faschingshits Konditionsübungen gemacht, wie z. B. die Bolognese oder den Zillertaler Hochzeitsmarsch 🙂 Im Anschluss haben wir noch mit Sekt, Saft und Krapfen gefeiert.

BKB Breitensporttag mit Fritz Nöpel, Lothar J. Ratschke und Fritz Oblinger

Der BKB Breitensporttag bei der Karateabteilung des TSV Ober-/Unterhaunstadt ist mittlerweile schon fast Tradition. Zum vierten Mal durften wir die hochrangigen Meister Lothar J. Ratschke, 8. DAN, Fritz Oblinger, 8. DAN und Hanshi Fritz Nöpel, 10. DAN, dazu begrüßen. Rund 80 Teilnehmer haben den Weg nach Ingolstadt auf sich genommen und auch die Unterstufe war wirklich sehr gut vertreten.
So legte Sensei Fritz Oblinger bei der Unterstufe Wert auf das richtige Ausweichen. Das Ziel war es, aus dem Fokus des Tori zu gelangen und aber zu erkennen, mit welcher Seite der beste Gegenangriff zu machen ist. Im Oberstufentraining legte Hanshi Fritz Nöpel den Schwerpunkt auf eine realistische Selbstverteidigung. Durch mehrmaliges Greifen zum Hals oder Revers konnten die Teilnehmer üben, durch mindestens zwei Techniken im „Kampf“ zu siegen. Dabei sollte niemals auf Brust oder Bauch geschlagen werden, da dies die Rüstung eines jeden ist.  In den Trainingseinheiten der Oberstufe bei Sensei Lothar J. Ratschke und Sensei Fritz Oblinger wurden die Katas Kanku Sho und Goju shi ho dai sowie dazugehörige Bunkai Variationen näher betrachtet. Sensei Lothar J. Ratschke zeigte dabei auf, wo Parallelitäten zu den Heian, aber auch anderen Katas, zu finden sind. Er erklärte zudem die verschiedenen Stufen des Bunkai (Genki – Omote – Okuden – Kaiden) und ging auf biomechanische Aspekte sowie die zu findenden Tiere ein.
Am zweiten Tag des Lehrgangs erwartete die Teilnehmer ein besonderes Schmankerl – ein Mondo mit Hanshi Fritz Nöpel. Er gewährte dabei einen kurzen Einblick in die Entwicklung des Karate. Ihm war es darüber hinaus wichtig, zu vermitteln, dass der Schlüssel zur idealen Gefahrenreaktion das absolute Vertrauen auf das eigene Können ist. Nur dann hat man einen „leeren Kopf“ und einen freien Geist. Allerdings braucht es dafür Zeit und Durchhaltevermögen.  Wie schon am Tag zuvor, spielten noch einmal die Tiere im Karate eine bedeutende Rolle. Jedes der Tiere hat Stärken und Schwächen und deshalb ergänzen sie sich oft im Kampf. Auf das Karate übertragen heißt das u.a., dass die Schnelligkeit am Wichtigsten ist. Darauf folgt die Genauigkeit und wird abschließend von der Kraft begleitet. Der Höhepunkt im Kampf ist dann der Kiai aus dem Hara. In Partnerübungen konnten die Teilnehmer die Anwendung der verschiedenen Tiere abschließend üben.
Im Rahmen des zweitägigen Lehrgangs fanden auch Kyu- und DAN-Prüfungen statt. So haben sechs Teilnehmer erfolgreich die Kyu-Prüfung  und neun Teilnehmer erfolgreich die DAN-Prüfung abgelegt. Wir gratulieren an dieser Stelle nochmals herzlichen für diesen besonderen Erfolg!

img_4061

Karate unter der Sonne Mallorcas

Von 10. – 15. Oktober 2016 fand ein Karatelehrgang der besonderen Art statt. Unter der Sonne Mallorcas konnte in verschiedensten Einheiten täglich unter den Meistern Fritz Oblinger (8. DAN) und Lothar J. Ratschke (8. DAN) trainiert werden. Nach dem gemeinsamen Qi Gong am Strand und einem stärkenden Frühstück ging es für die gesamte Gruppe erneut an den Strand zur ersten Trainingseinheit. Im weiteren Verlauf des Tages gab es die Möglichkeit für ein Kyusho Jitsu Training unter Meister Fritz Oblinger und weiteren Trainings in Gruppen. Diese wurden abwechselnd von Meister Lothar J. Ratschke und Meister Fritz Oblinger geleitet. Am Ende der Woche fand zudem eine DAN-Prüfung statt. Dieser stellten sich u.a. Lothar J. Ratschke, Fabian Stinglwagner und Ines Stinglwagner. Unter den Augen der Prüfer Fritz Oblinger (5. DAN Kyusho Jitsu) und Murat Cicek (5. DAN Kyusho Jitsu) legten die drei die Prüfung zum 2. DAN Kyhusho Jitsu erfolgreich ab. An der Stelle gratuliert die Abteilung des TSV Ober-/Unterhaunstadt herzlich zur neuen Graduierung!
Neben dem Training blieb dennoch genügend Zeit für Ausflüge in viele schöne Ecken Mallorcas und für einen oder mehrere Cocktails in der Bar am Abend 🙂

16_dsc02563-1