BKB Breitensporttag 2018

„Übe die Kata korrekt – im echten Kampf ist das eine andere Sache“ (Gichin Funakoshi)

Der 19. BKB Breitensporttag am 27. und 28. Oktober 2018 war wieder einmal ein Zeichen des Zusammenhalts und der Wissbegierde. Knapp 100 Teilnehmer waren zur Karateabteilung des TSV Ober-/Unterhaunstadt (Ingolstadt) gekommen, um von den Meistern Hanshi Fritz Nöpel, 10. DAN, Lothar J. Ratschke, 8. DAN und Fritz Oblinger, 8. DAN zu lernen. Die Themen waren dabei auf vielerlei Katas fokussiert: Heian Shodan, Heian Nidan, Sochin, Chinte, Bassai Dai und Wankan. Natürlich spielten die korrekte Ausführung der einzelnen Techniken sowie der dynamische Ablauf eine zentrale Rolle. Und dennoch war die Botschaft bei allen Meistern die gleiche: Die Form der Kata darf nicht verändert werden. Trotzdem wird jeder Karateka ein anderes Bunkai daraus formen. Schließlich haben wir alle unterschiedliche Stärken. So konnte v.a. in der Oberstufe jeder Teilnehmer zusammen mit dem Trainingspartner über die Vorgabe hinaus „spielen“ und für sich passend den Ablauf erweitern bzw. andere Techniken ausprobieren. Die Herausforderung und der Spaß kamen somit bestimmt nicht zu kurz. Hanshi Fritz Nöpel ließ es sich zudem nicht nehmen, in einem Mondo den aufmerksam lauschenden Karatekas geschichtliches, taktisches und technisches Wissen zu vermitteln. So ging er zentrale Themen wie die 12 Fäuste, den Kiai, realistische Selbstverteidigung und den Dojo Kun durch, natürlich angereichert durch seine Erfahrungen und Lebensgeschichten.

Am Samstagabend stellten sich dann 20 Karatekas erfolgreich der DAN Prüfung für Graduierungen zwischen 1. und 7. DAN. Die vertretenen Stile waren dabei Shotokan, SOK und Kyusho Jitsu. Besonders freuen wir uns darüber, dass wir nun mit unserem langjährigen Trainer und Kameraden Erich einen weitern 6. DAN-Träger in unserem Dojo haben. Allen Prüflingen gratulieren wir an dieser Stelle nochmals herzlich!

Der Lehrgang war auch in diesem Jahr ein voller Erfolg. Es wurde gemeinsam trainiert und gelacht und jeder konnte wieder viele neue Anregungen mit nach Hause nehmen. Wir freuen uns bereits jetzt aufs nächste Mal.

Erfolgreiche Kyu-Prüfungen

Auch in diesem Jahr traten wieder Karatekas zu den Kyu-Prüfungen an und stellten ihr Können in Kihon, Kata und Kumite unter Beweis. Ein bisschen eine Aufregung bzw. Nervosität war bei dem ein oder anderen an dem Tag zu spüren, aber Übungsfleiß und Einsatz zahlten sich aus. So legten unter den Augen der Prüfer 13 Karatekas ihre Prüfung erfolgreich ab (drei Mal zum 8. Kyu, vier Mal zum 7. Kyu, drei Mal zum 6. Kyu, ein Mal zum 5. Kyu, ein Mal zum 4. Kyu, ein Mal zum 3. Kyu). Ganz besonders freute uns, dass so viele Eltern, Großeltern, Geschwister und Partner zum Daumen drücken und zuschauen gekommen sind. Wir danken ihnen allen, dass sie die Karatekas so toll unterstützen und auf dem Karateweg begleiten. Der Dank geht auch an die Trainer, die die vielen Trainingsstunden überhaupt ermöglich haben. Allen Prüflingen gratulieren wir auf diesem Weg nochmals herzlich zu der super Leistung! Und immer dran denken, der Weg geht immer weiter, man hört nie auf zu lernen und Fleiß ist auch nach der Prüfung wichtig 🙂

BKB Selbstverteidigungslehrgang

Lao Tse hat einmal gesagt, „Ein vermiedener Kampf ist ein gewonnener Kampf.“ Diese Weisheit ist jedoch nicht immer einzuhalten, da es bestimmte Situationen gibt, in denen eine Konfrontation unvermeidlich ist. Sollte man in so eine Situation geraten, ist es wichtig, sich schnell und effektiv verteidigen zu können ohne großartig darüber nachdenken zu müssen (denn die Zeit hat man in einem Ernstfall nicht). Deshalb lud der BKB, mitten in der Juli Sommerhitze am 21.07.2018, zu einem Selbstverteidigungslehrgang in Ingolstadt ein. Als Ausrichter der Veranstaltung fungierte die Karateabteilung des TSV Ober-/Unterhaunstadt. Als Referenten konnten Sigi Wolf (9.Dan), Fritz Oblinger (8.Dan) und Elmar Griesbauer (5.Dan) gewonnen werden.

Sigi Wolf übernahm zwei Trainingseinheiten an diesem Tag. Er veranschaulichte unterschiedliche Abwehrtechniken aus den Katas um sich gegen klassische Karate Angriffe, wie Kisami-Zuki und Gyuaku-Zuki, verteidigen zu können. Aber auch realistische Straßenangriffe wie Ohrfeigen, Schwinger und Würgeattacken wurden von ihm thematisiert. Die Teilnehmer haben bei den Übungen bemerkt, dass die Verteidigungstechniken nicht bei jedermann gleich wirksam sind, da jeder Partner eine unterschiedliche Körpergröße, Statur, Gelenkigkeit, usw. besitzt. Das Hauptaugenmerk bei allen Techniken legte Sigi Wolf auf den Schutz der sensiblen Körperregionen wie Kopf und Leistengegend. Ein „grundschulmäßiges“ Ausführen der Techniken ist wegen der niedrigeren Geschwindigkeit und offenen Deckung daher in der Selbstverteidigung nicht zu empfehlen.
In der Trainingseinheit von Fritz Oblinger ging es ebenfalls um die Abwehr von Angriffen, wie geraden Faustschlägen oder dem Schubsen. Dabei ging er gezielt auf die Vitalpunkte des Menschen ein, um den Angreifer schnell und ohne großen Kraftaufwand unter Kontrolle zu bringen.
Abschließend legte Elmar Griesbauer seinen Fokus auf Situationen in kurzen Distanzen, hauptsächlich auf den Fall, dass man bereits vom Angreifer am Revers gepackt worden ist. Er zeigte, wie man sich mittels verschiedener Schlag-, Druck- und Hebeltechniken aus den Situationen befreien kann und den Angreifer unter Kontrolle bringt.

Die Referenten zeigten mit ihren unterschiedlichen Herangehensweisen, wie vielfältig die Selbstverteidigung ist. Jetzt heißt es für die Teilnehmer, das Gelernte mit unterschiedlichen Partnern zu üben und zu verinnerlichen um im, hoffentlich nie vorkommenden, Fall der Fälle gerüstet zu sein.

Sommerpause: Von 30.07.2018 bis einschließlich 17.08.2018 findet kein Training statt.

Auch die Karateabteilung geht in die Sommerpause. Von 30.07.2018 bis einschließlich 17.08.2018 findet kein Training statt. Danach nehmen wir wieder den regulären Trainingsbetrieb auf. Nur das Kindertraining um 17:00 Uhr pausiert bis zum Ende der Sommerferien und startet erst wieder am 17.09.2018. Die Kinder sind jedoch herzlich eingeladen, ab 20.08.2018 in das Montagstraining um 18:30 Uhr zu kommen. Wir wünschen euch allen erholsame Ferien und einen wunderschönen Sommer!
Bild: Patrick Pleul - Sonnenblume mit Sonnenbrille

BKB Trainermeeting

Vergangenes Wochenende fand das BKB Trainermeeting bei uns statt. Als Trainer durften wir Carlo Fugazza (8. Dan), Fritz Oblinger (8. Dan) und Gerhard Weitmann (5. Dan) begrüßen. Bei Carlo Fugazza wurde sehr viel Wert auf eine dynamische und korrekte Ausführung der Technik gelegt. Zudem war es ihm wichtig, Bunkai in verschiedenen Anforderungsstufen zu vermitteln. Dafür zog er die Katas Heian Godan, Bassai Sho und Kanku Sho heran. In den Einheiten von Gerhard Weitmann lag der Fokus u.a. auf einer flexiblen „Beinarbeit“. So vermittelte der bayerische Leistungssportreferent den Teilnehmern durch eigenständiges Ausprobieren abstrakte Bewegungsformen, welche zum Wettkampf auf der Matte hinführen und darauf vorbereiten. Er hatte darüber hinaus verschiedene Trainingsgeräte (Hütchen, Softstangen, Gummibänder) mit dabei, mit denen er weitere Übungsformen aufzeigte. In den Trainingseinheiten von Fritz Oblinger lag der Fokus zum einen auf Kyusho Jitsu. Er nahm die Teilnehmer mit auf eine Reise der Energiefreisetzung durch die Töne des Kyusho, welche den Energiefluss im Körper fördern und zu effektiveren Techniken führen. Wichtig war ihm dabei, dass die Übenden ihre eigene Energie fließen lassen und freisetzten sollen. In einer weiteren Übungseinheit heizte Fritz Oblinger den Karatekas nochmal richtig ein. Zu Sound Karate wurde auf Medizinbälle geschlagen, so manche Übungsform rhythmisch ausgeführt und die Koordination und Kondition gefördert.

Ein bisschen Spaß muss sein…

Natürlich durfte auch in diesem Jahr der Spaß an Fasching nicht zu kurz kommen. Bei Faschingsmusik haben wir viel gute Laune verbreitet und sportliche Erfahrungen abseits des Karates gemacht 🙂 Am Ende haben wir es mit leckeren Krapfen ausklingen lassen.

BKB Breitensporttag 2017 mit Fritz Nöpel, Lothar J. Ratschke und Fritz Oblinger

Auch in diesem Jahr fand am letzten Oktoberwochenende der BKB Breitensporttag bei der Karateabteilung des TSV Ober-/Unterhaunstadt statt. Die Trainer waren zu unserer Freude erneut die Meister Hanshi Fritz Nöpel, 10. DAN, Lothar J. Ratschke, 8. DAN und Fritz Oblinger, 8. DAN. Hanshi Fritz Nöpel lehrte seine Sichtweise auf das traditionelle Karate in mehreren Trainingseinheiten. Er legte dieses Mal besonders auf einfache, aber konsequente, Selbstverteidigungstechniken Wert. Diese wurden auch mit dem Partner geübt. Meister Lothar Ratschke behandelte die Katas Goju shi ho dai und Niju shi ho. Dabei ging es ihm um die biomechanisch und Bunkai strategisch korrekte Ausführung dieser Katas. Darüber hinaus wurden verschiedene Bunkaisequenzen mit dem Partner geübt. Meister Fritz Oblinger wiederum hielt für die Lehrgangsteilnehmer exotische, alte Katas als Herausforderung bereit. Dies waren die Katas Matsumura no passai und Meikyo tsuro. In den Trainingseinheiten konnten sich die Teilnehmer an die Abläufe der Katas und das dazu mögliche Bunkai annähern. Nach dem für Körper und Geist anstrengenden Lehrgang stellten sich Samstagabend neun Karatekas der DAN-Prüfung. Wir gratulieren an der Stelle den erfolgreichen Prüflingen und freuen uns über Tanja und Dominik als weitere DAN-Träger in unserem Dojo!

Eine ideale Kombi: Karate – Sonne – Meer – Berge

Eine Delegation aus neun Karatekas des TSV Ober-/Unterhaunstadt reiste nach Mallorca, um dort von 09. bis 14. Oktober 2017 ein intensives Trainingslager zu absolvieren. In täglich bis zu vier Trainingseinheiten vermittelten die Meister Lothar J. Ratschke (8. DAN) und Fritz Oblinger (8. DAN) ihr Können und Wissen. Das Taiso morgens um 07:30 Uhr am Strand (der frühe Vogel sieht den Sonnenaufgang 🙂 ) regte die Lebensgeister an, machte Freude auf den Tag und sorgte für den Hunger zum Frühstück. Unter der Sonne Mallorcas und bei ca. 25°C konnten beim Vormittagstraining am Strand Sprung- und Wurftechniken ideal geübt werden. Für alle Interessierten gab Meister Fritz Oblinger Mittags einen Einblick in den Bereich des Kyusho Jitsu (Nutzung der Meridianlaufbahnen und –punkte zur effektiven Verteidigung). Im individuell für die jeweiligen Gürtelstufen zugeschnittenen Training am Nachmittag wurden dann entsprechend die Katas (Schattenkampf) und das Bunkai (Anwendung mit dem Partner) dazu geübt. Am Ende der Woche legten einige Karatekas die Prüfung zum Schwarzgurt (1. bis 5. DAN) erfolgreich ab. Natürlich kam auch das Freizeitprogramm nicht zu kurz. So unternahmen einige Teilnehmer Fahrradausflüge, Wanderungen und Rollertouren oder genossen das sommerliche Badewetter am Strand. Spätestens am Abend traf man die Teilnehmer in gemütlicher Runde in den Bars von Can Picafort. Das Fazit der Teilnehmer fällt durchwegs positiv aus. Jeder konnte das eigene Karate verfeinern und auch Anregungen für das Training Zuhause gewinnen. Der Spaß kam dabei bestimmt nicht zu kurz.